Deutschlands potenzielle Gegner und ihr bisheriger Weg bei dieser WM 2026

von Sarah Bodensohn

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Deutschland hat die Gruppe E als Tabellenführer abgeschlossen und geht somit als einer der Favoriten in die K.-o.-Runde dieser Weltmeisterschaft 2026. Nun gilt es jedoch, diesen Status im Sechzehntelfinale zu bestätigen.

Deutschland auf Platz 1 der Gruppe E

Trotz einer 1:2-Niederlage gegen Ecuador am letzten Spieltag behält Deutschland den ersten Platz in der Gruppe E und qualifiziert sich für das Sechzehntelfinale. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann hatte das Weiterkommen bereits durch die ersten beiden Siege gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) vorzeitig perfekt gemacht.

In ihrem letzten Spiel wurde die Mannschaft von einer defensiv sehr stabilen ecuadorianischen Mannschaft überrascht. Nachdem Leroy Sané das Spiel mit seinem frühen Tor in der 2. Minute optimal eingeleitet hatte, gaben die Deutschen das Spiel noch aus der Hand und mussten sich mit 1:2 geschlagen geben. Diese Niederlage hatte jedoch keine Auswirkungen auf die Platzierung. Mit sechs Punkten - genau wie die Elfenbeinküste - beendet Deutschland die Gruppenphase dank einer besseren Tordifferenz (+6 gegenüber +2) auf Platz eins, was vor allem der Gala gegen Curaçao zu verdanken ist. Die Elfenbeinküste begleitet die Deutschen somit ins Sechzehntelfinale, während Ecuador noch darauf hoffen kann, sich als einer der besten Gruppendritten zu qualifizieren. Curaçao belegt trotz einer historischen Turnierteilnahme mit nur einem Punkt den letzten Platz.

Auch wenn der jüngste Auftritt einige defensive Schwächen offenbart hat, bleibt Deutschland eines der gefürchtetsten Teams des Turniers. Das liegt nicht zuletzt an Stürmer Denis Undav, der mit 3 Treffern zu den besten Torschützen dieser WM gehört (aktuell Platz 5 der Torjägerliste), unter anderem dank seines Doppelpacks gegen die Elfenbeinküste. Zudem steuerte er im bisherigen Turnierverlauf zwei Vorlagen bei. Er nimmt Platz in der Liste der besten Torschützen dieses Turniers. Die Quoten auf diese finden Sie bei unserer WM Prognose.

Im Sechzehntelfinale könnte Deutschland auf Paraguay treffen

Deutschland kennt seine Position im Turnierbaum nach dem Gruppensieg bereits. Der exakte Gegner steht zwar noch nicht offiziell fest, Paraguay ist derzeit jedoch die wahrscheinlichste Option. Der Sieger der Gruppe E trifft nämlich auf einen der besten Gruppendritten der Gruppen A, B, C, D oder F. Paraguay ist als Dritter der Gruppe D mit 4 Punkten bestens positioniert, um zu den acht besten Gruppendritten zu gehören. Sollte kein anderer Drittplatzierter die Südamerikaner im finalen Klassement noch überholen, werden sie der Gegner der Mannschaft im Sechzehntelfinale sein.

Paraguay hat eine recht komplizierte Gruppenphase hinter sich. Zum Auftakt gab es eine deutliche 1:4-Niederlage gegen die USA - ein Ergebnis, das die Chancen auf das Achtelfinale zunächst schmälerte. Die Paraguayer fingen sich jedoch und feierten einen wichtigen 1:1-Sieg gegen die Türkei, der sie zurück ins Rennen brachte. Am letzten Spieltag holten sie ein 0:0-Unentschieden gegen Australien. Durch dieses Resultat beenden sie die Gruppe mit 4 Punkten punktgleich mit Australien, weisen jedoch die schlechtere Tordifferenz auf.

Insgesamt verbucht Paraguay eine Bilanz von 1 Sieg, 1 Unentschieden und 1 Niederlage bei 2 erzielten Toren und 4 Gegentreffern. Die Auswahl von Gustavo Alfaro zeigte eine solide Defensivorganisation, auch wenn die 4 Gegentore aus dem ersten Spiel letztlich den 2. Platz gekostet haben.

Schweden: Ein weiterer möglicher Gegner für Deutschland

Team Schweden WM 2026

Auch wenn Paraguay aktuell der wahrscheinlichste Gegner Deutschlands im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026 ist, bleibt Schweden eine Option – wenn auch ein weniger wahrscheinliches Szenario. Da der Erste der Gruppe E auf einen der besten Gruppendritten trifft, müsste sich Schweden (Dritter der Gruppe F) zunächst über diese Regelung qualifizieren, um theoretisch auf Deutschland treffen zu können.

Die Gruppenphase der Schweden verlief sehr wechselhaft. Das Turnier begann optimal mit einem deutlichen 5:1-Erfolg gegen Tunesien. Am zweiten Spieltag mussten die Schweden jedoch eine herbe 1:5-Klatsche gegen die Niederlande einstecken, was ihre Tordifferenz massiv belastete. Zum Abschluss der Gruppenphase reichte es zu einem 1:1-Unentschieden gegen Japan – ein wertvoller Punkt, der sie im Rennen um die besten Drittplatzierten hält, ihnen jedoch gleichzeitig direkt Platz zwei in der Gruppe F verwehrte.

Mit einer Bilanz von einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage hat Schweden in dieser ersten Phase zwei Gesichter gezeigt. Offensiv brandgefährlich, offenbarten sie in der Defensive gegen Top-Teams wie die Niederlande deutliche Schwächen. Sollten sie das Ticket für das Sechzehntelfinale lösen und auf Deutschland treffen, werden sie versuchen, gegen einen der Turnierfavoriten für eine Überraschung zu sorgen.

Auch wenn dieses Duell unwahrscheinlicher ist als das gegen Paraguay, bleibt es ein denkbares Szenario, solange der Turnierbaum nicht endgültig feststeht.