Argentinien will den nächsten Streich

von Manuel Behlert

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Argentinien und Österreich haben etwas gemeinsam: Beide schossen am ersten Spieltag drei Tore und holten auch die drei Punkte. Die Stimmungslage ist dennoch komplett unterschiedlich. Das hat mit mehreren Dingen zu tun. Dieses Spiel sollten aber beide nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Argentinien will Österreich schlagen 

Der erste Schritt zur Titelverteidigung ist gemacht: Argentinien hat Algerien zum Auftakt der Gruppe J mit 3:0 (1:0) besiegt. Dabei traf Lionel Messi dreifach, aber vor allem eine mögliche, nicht gegebene rote Karte gegen ihn sorgte für DIskussionen. Für Argentinien geht es am Montag um 19 Uhr jetzt weiter gegen Team Austria. Die Österreicher schlugen Jordanien mit 3:1, waren dabei aber schwächer unterwegs als Argentinien im Vergleich.

In jedem Fall haben beide schon einmal eine gute Grundlage für das Weiterkommen. Österreich weiß aber, dass die bisherige Leistung nicht ausreicht, um gegen Argentinien das gleiche Ergebnis einzufahren. Nun hatte Argentinien rein theoretisch auch schon bessere Kader als in diesem Jahr, aber trotzdem ist ein individueller Vorteil zu erkennen. 

Rangnick ist gewarnt

Ein Vorteil für Österreich ist es, dass man einen erfahrenen Fachmann auf der Bank hat. Ralf Rangnick ist jemand, der sich mit solchen Situationen auskennt. Er warnte vorab vor den Argentiniern. 

Die Südamerikaner haben den „besten Spieler, den es jemals gegeben hat“ in seinen Reihen, seien aber auch „viel mehr als nur Lionel Messi“ und auf jeder Position „herausragend besetzt“. Österreich müsse auf „ganz, ganz, ganz hohem Niveau“ auftreten und „vielleicht sogar die beste Leistung zeigen, die wir in meiner Amtszeit bisher gezeigt haben.“

Nun, das wusste man tatsächlich auch vorher. Marcel Sabtizer, Mittelfeldspieler der Österreicher, die sehr viele Spieler aus der Bundesliga dabei haben, gab sich aber kämpferisch: „Wir sind hier, um das Spiel zu gewinnen. Aber wir wissen, was auf der anderen Seite steht. Es ist eine sehr, sehr gute Mannschaft mit einem absoluten Ausnahmespieler."

Österreich hat noch Luft nach oben 

Rein fußballerisch gesehen haben die Österreicher definitiv noch Luft nach oben. Das zeigt sich auch daran, dass man gegen Jordanien gar nicht so viel kreiert hat. Viel kam über Einzelaktionen, was nicht per se ein Problem ist, aber durch die Tatsache, dass Christoph Baumgartner kurz vor dem Turnier absagen musste, weil er verletzt ist, fehlt ein wenig die Extraklasse im offensiven Bereich.

Die taktische Disziplin des Teams von Ralf Rangnick wird gegen das spielerische Schwergewicht aus Südamerika der entscheidende Faktor sein. Das ist klar. Weil Team Austria viele zentrale mittelfeldspieler hat, die gut sind, aber weniger klassische Flügelspieler, wird diese Kompaktheit noch einmal mehr Bedeutung haben. 

Luft nach oben gibt es zweifellos, das muss aber kein Drama sein nach Spiel eins. Oftmals ist es so, dass man unter Druck erst einmal ein wenig vorsichtiger in so einem Spiel agiert. Argentinien ist deswegen auch der Favorit bei den Buchmachern, aber das ist nicht immer die einzige, ausschlaggebende Komponente. 

Wer sind die realistischsten Torschützen? 

Bei der Argentinien vs. Österreich Prognose müssen mehrere Faktoren beachtet werden. Wichtig ist dabei, dass der erste Spieltag nicht komplett überbewertet wird. Beide gewannen, beide schossen drei Tore, aber den Rhythmus nimmt man eigentlich erst jetzt so richtig auf. 

Interessant ist, dass hier beim Turnier bisher einige Spieler getroffen haben und das teilweise auch mehrfach, von denen man das auch genau so erwarten konnte. Einer von ihnen ist Lionel Messi mit seinem Dreierpack im ersten Spiel. Kein Wunder also, dass die Buchmacher davon ausgehen, dass er auch jetzt einer der bestmöglichen Schützen sein kann. 

Er wird mit 1,8 bewertet. Damit ist er der wahrscheinlichste Schütze in diesem Spiel. Wie gut die Offensive Argentiniens ist, as sieht man anhand der anderen Namen: Julian Alvarez und Lautaro Martinez stehen bei einer Quote von 2,3, wenn man hier die Zahlen von Betano zu Rate zieht.

Bei den Österreichern sieht dies schon ein wenig anders aus. Michael Gregoritsch steht bei 4,5, besser ist nur Marko Arnautovic mit einer 4,35. Und das ist schon ein recht klarer Fingerzeit, wo hier die Reise genau hingehen wird.