Darts-WM: Ein Zwischenfazit
von Manuel Behlert
Darts WM: Alle Deutschen sind im Ally Pally schon raus
England ist momentan wieder einmal Schauplatz des größten Darts-Spektakels auf der Welt. Im berühmten Ally Pally wird die Darts-WM, genauer die Darts World Championship, zelebriert. Schrille Outfits, knallige Shows, spannende Spiele und Favoriten, die entweder durchziehen oder aber die Nerven verlieren. Es geht richtig zur Sache und vor alle, für die Fans ist einiges geboten.
Bisher war einiges geboten auf den Bühnen des Ally Pally, die berühmte Wespe, die jedes Jahr aufs Neue auftaucht, war mit dabei. Und die Favoriten um Luke Littler haben weitgehend gute Leistungen gezeigt. Jetzt geht das Turnier aber erst so richtig in die heiße Phase und das wissen die Spieler auch. Alles, was bis jetzt geschah, war nicht mehr als Vorgeplänkel.
Und dennoch gab es sie, die Sensationen. Mitfavorit Stephen Bunting wurde zum Beispiel schon aus dem Turnier geworfen. Das überraschte alle, sogar Littler wurde dazu befragt, reagierte. Andere große Namen, so zum Beispiel Michael van Gerwen, sind noch mit dabei. Der Niederländer setzte sich zuletzt gegen den deutschen Spieler Arno Merk durch.
Deutsches Fazit? Alles andere als gut
Und mittlerweile ist auch klar, dass alle deutschen Spieler nach der 3. Runde nicht mehr mit von der Partie sind. Es war wieder einmal enttäuschend. "Es war keine Sensations-WM, aber trotzdem eine gute. Auch das Spiel heute war nicht super schlecht, auch nicht gut", so ordnete Martin Schindler selbst seine Leistung bei dieser WM ein.
Insgesamt fällt das WM-Fazit aus dem deutschen Lager mehr als durchwachsen aus. Bei aller Enttäuschung war WM-Debütant Arno Merk nicht der einzige deutsche Teilnehmer, der das Ally Pally mit einer positiven Note verlassen konnte. Trotz der Niederlage gegen Ex-Weltmeister Luke Humphries fuhr Gabriel Clemens mit einem neuen deutschen Rekord-Average nach Hause. Gegen Luke Humphries warf er 101,49 Punkte im Schnitt. Inklusive Lob vom Gegner. Lob, für das man sich nicht viel kaufen kann.
Van Gerwen, der Niederländer, kritisierte die deutschen Spieler derweil. Er meinte, dass von einer Nation wie Deutschland deutlich mehr kommen müsse. Und fügte süffisant an, vielleicht wäre es gut, wenn sie mal mehr mit ihm trainieren würden.
Darts-WM: So sieht es aktuell aus
Luke Littler hat schon den Einzug in die nächste Runde geschafft, er steht im Viertelfinale. Gegen Rob Cross gewann er am Ende mit 4:2. Es stehen noch einige interessante Spiele auf dem Programm im Achtelfinale, darunter Michael van Gerwen gegen Gary Anderson. Luke Humphries spielt zum Beispiel noch gegen den Niederländer Kevin Doets.
Hier trennt sich so langsam die Spreu vom Weizen und ab dem Viertelfinale wird die Anspannung dann auch für die Topspieler immer größer und die Partien werden enger und nervenaufreibender. Und gerade die Fans nehmen dann wieder mehr und mehr Einfluss. Die Stimmung wird ab sofort erst so richtig hochkochen.
Littler bleibt der klare Favorit
Nach den bisherigen Eindrücken zeigt sich, dass Luke Littler weiterhin als Favorit gilt. Das sehen auch die Buchmacher so. Exemplarisch werden die Quoten von Bet365 hergenommen und dieser Buchmacher sieht Littler mit einer 1,5er-Quote als sehr wahrscheinlichen Sieger an. Dennoch gibt es noch viele gute Möglichkeiten, sich bei den Tipps zur Darts WM auszutoben, alleine in den einzelnen Matches ist vieles geboten.
Wer sich sonst noch Hoffnungen ausrechnen kann? Luke Humphries hat eine Quote von 5,5 vorliegen, bei Gian van Veen liegt die Quote bei 9,0. Sie beide haben die Außenseiterchancen, um Littler wirklich vor größere Probleme zu stellen. Josh Rock mit einer 13er-Quote gehört auch noch zu den Anwärtern, danach wird es eher dünn. Gary Anderson steht schon bei einer 19er-Quote. Genau wie Michael van Gerwen. Bei ihnen muss schon alles passen, um den Darts-Shootingstar vor Probleme zu stellen.