Afrika-Cup: Im Viertelfinale sind Marokko und Senegal die Favoriten

von Lars Blancke | von Sarah Bodensohn

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Es geht in die ganz heiße Phase: An diesem Freitag steigen die ersten beiden Viertelfinals beim Afrika-Cup.

Senegal trifft auf Mali

Im ersten Viertelfinale am Freitag um 17 Uhr trifft der Senegal auf Mali und geht als  Favorit in die Partie, denn Mali hat tatsächlich etwas ganz Besonderes geschafft. Das Team von Trainer Tom Saintfiet hat noch kein einziges Spiel in den regulären 90 Minuten gewonnen. In der Gruppenphase folgte einem 1:1 gegen Sambia, bei dem Mali den Ausgleich erst in der Nachspielzeit kassierte, ein starkes 1:1 gegen Gastgeber Marokko. Das 0:0 zum Abschluss der Gruppenphase gegen die Komoren war eher enttäuschend. Im Achtelfinale hatte Mali dann viel Glück: Gegen Tunesien lag das Team in Unterzahl (Woho Coulibaly wird nach seiner Roten Karte nun gegen Senegal gesperrt fehlen) bis zur 96. Minute mit 0:1 zurück, ehe Lassine Sinayoko von AJ Auxerre einen Elfmeter zum 1:1 verwandelte. Mali rettete sich so ins Elfmeterschießen und bewahrte die Nerven.

Senegal rauscht durch das Turnier

Deutlich beeindruckender sind da bisher die Leistungen des Senegal gewesen, der damit bewiesen hat, dass er absolut zum Kreis der Titelanwärter zählt und deswegen auch in unserer Senegal vs. Mali Prognose der Favorit ist. Sowohl gegen Botswana, als Bayern Münchens Stürmer Nicholas Jackson doppelt traf, als auch gegen Benin gab es einen deutlichen 3:0-Erfolg in der Gruppenphase. Da störte das 1:1 gegen DR Kongo nicht. Auch im Achtelfinale schoss das Team um Stürmerstar Sadio Mané drei Tore, gewann trotz eines frühen Rückstands gegen den Sudan mit 3:1. Pape Gueye vom FC Villareal traf doppelt. Damit hat der Senegal in drei von vier Spielen bei diesem Afrika-Cup drei Tore erzielt und seine großen Qualitäten in der Offensive nachgewiesen. Mali hingegen hat bisher nie mehr als ein Gegentor bekommen und die große Frage dieses Viertelfinals wird sein, welches System sich durchsetzt. Wir favorisieren klar den Senegal, der aktuell eine Quote von 1,58 bei Bet365 bekommt.

Marokko wird von Kamerun gefordert

So gar nicht überzeugend war der Auftritt von Gastgeber und Turnierfavorit Marokko im Achtelfinale gegen Tansania. Das knappe 1:0 gegen den Außenseiter durch einen Treffer von Brahim Diaz von Real Madrid sorgte auch für kritische Töne bei Trainer Walid Regragui. Ist der Druck nach einer souveränen, aber nicht berauschenden Gruppenphase  zu groß für den Gastgeber? Marokko hat den Afrika-Cup nur im Jahr 1976 gewonnen und will jetzt im eigenen Land unbedingt jubeln, was auch zu einer Verkrampfung führen kann. Immerhin feierte Superstar Achraf Hakimi sein Startelf-Comeback und bereitete das Tor von Diaz vor. Wir glauben in unserer Marokko vs. Kamerun Prognose daran, dass der Knoten platzt. Aktuell gibt es bei Bet365 eine Quote von 1,62 auf den Sieg des Gastgebers. 

Löwen zeigen gute Leistungen

Deutlich besser präsentierte sich Kamerun in seinem Achtelfinale gegen Südafrika, das das Team, das schon fünf Mal den Afrika-Cup gewonnen hat,  mit 2:1 gewann. Christiane Kofane, der ansonsten für Bayer Leverkusen stürmt, erzielte den zweiten Treffer für die “unzähmbaren Löwen”, die noch ungeschlagen im Turnierverlauf sind. Es gab drei Siege und ein Remis gegen Titelverteidiger Elfenbeinküste (1:1). Eines steht damit fest: Kamerun wird der erste große Härtetest für den Favoriten aus Marokko werden, der nun zeigen muss, dass er dem immensen Druck standhalten und den nächsten Schritt auf dem Weg zum Titel im eigenen Land gehen kann. Kamerun hatte gleichzeitig noch nicht so einen starken Gegner und es ist fraglich, ob das Team auf diesem Niveau mithalten kann.