Conference League: Freiburg will in Motherwell ersten Schritt gehen
von Lars Blancke
Finalist startet als Favorit
Die Ausgangslage ist klar: Der Europa-League-Finalist der vergangenen Saison geht als Favorit in das Duell, muss sich im hitzigen Fir Park aber auf einen unangenehmen Gegner einstellen. Das Rückspiel steigt eine Woche später im Breisgau.
Freiburg reist nach seiner sensationellen Saison in der Europa League, in der erst das Finale gegen Aston Villa verloren wurde, mit viel Selbstvertrauen an. Die Generalprobe gegen den amtierenden Conference-League-Sieger Crystal Palace gelang zuletzt eindrucksvoll mit 3:0. Neuzugang Yannik Engelhardt brachte den Sport-Club nach der Pause in Führung, anschließend traf Lucas Höler per Kopf, ehe Derry Scherhant für den Endstand sorgte.
Auch zuvor hatte Freiburg gegen Racing Straßburg mit 2:0 gewonnen. Die Vorbereitung verlief damit vielversprechend. Freiburg verfügt über eine gestandene Mannschaft, die sich nicht mehr groß einspielen muss und deswegen zurecht bei den Conference League Wett Tipps als Favorit in die Partien.
Freiburger Offensive schon in Fahrt
Im Angriff ruhen die Hoffnungen vor allem auf Igor Matanovic, Derry Scherhant, Vincenzo Grifo und Jan-Niklas Beste. Lucas Höler präsentierte sich zuletzt besonders treffsicher und erzielte gegen Crystal Palace einen Treffer. Scherhant überzeugte ebenfalls und traf gegen die Engländer selbst, nachdem er zuvor bereits als Vorlagengeber für Höler geglänzt hatte. Trainer Julian Schuster hob in der Vorbereitung zudem Scherhant, Beste, Grifo und Cyriaque Irié ausdrücklich hervor.
Schotten mit starker Qualifikation
Motherwell hat sich mit starken Auftritten durch die Qualifikation gearbeitet. Nach einem 1:1 bei HJK Helsinki setzte sich die Mannschaft von Alfred Johansson im Rückspiel mit 2:0 durch. Mann des Abends war Ibrahim Said, der beide Treffer erzielte und damit eindrucksvoll unterstrich, warum er für Freiburgs Defensive eine der größten Gefahren darstellt.
Insgesamt präsentierte sich Motherwell in den europäischen Partien bislang defensiv stabil und kassierte in vier Qualifikationsspielen lediglich ein Gegentor. Gleichzeitig mussten die Schotten am vergangenen Wochenende einen Dämpfer hinnehmen: Beim unterklassigen Stenhousemuir verloren sie im Pokal nach Verlängerung mit 0:1. Zuvor hatten sie in der Liga gegen Hibernian 2:1 gewonnen und gegen Falkirk 0:0 gespielt.
Nigerianer als Unruheherd
Ibrahim Said ist dabei der auffälligste Offensivspieler der Gastgeber. Der Nigerianer erzielte gegen HJK beide Tore und kommt in der laufenden Conference-League-Qualifikation bereits auf zwei Treffer. Gerade über schnelle Gegenangriffe und die körperbetonte Spielweise dürfte der schottische Vertreter versuchen, Freiburg vor Probleme zu stellen.
Das sind die Freiburger Neuzugänge
Für zusätzliche Qualität sorgen die Freiburger Neuzugänge. Besonders interessant ist Keisuke Goto: Der 21 Jahre alte japanische Mittelstürmer kommt vom RSC Anderlecht und erzielte in der vergangenen Saison während seiner Leihe zu VV St. Truiden zehn Tore in 28 Ligaspielen. Ebenfalls neu ist Yannik Engelhardt, der aus Como zurück nach Freiburg wechselte. Der 25-Jährige kennt den Verein bereits aus seiner Zeit bei der zweiten Mannschaft und kommt mit der Erfahrung von 33 Einsätzen für Borussia Mönchengladbach in der vergangenen Saison. Im Tor kam Mio Backhaus von Werder Bremen hinzu.
Wir gehen aufgrund der Qualität des Bundesligisten in unserer Motherwell vs. Freiburg Prognose davon aus, dass die Gäste den Auswärtssieg holen.
Matanovic und Grifo gute Wahl
Der Blick auf die wahrscheinlichsten Torschützenwetten zeigt, dass von einem Freiburger Sieg ausgegangen wird. Igor Matanovic, Keisuke Goto und Vincenzo Grifo erhalten allesamt bei Bet365 eine Quote von 2,20 auf mindestens einen Treffer. Gerade Matanovic und Grifo, die beide sicher starten sollten, sind hier eine gute Wahl.
Tawanda Maswanhise hat die geringste Quote bei den Gastgebern und erhält eine 3,40. Doch Vorsicht ist geboten, Motherwell wird wahrscheinlich nicht viele gute Torchancen bekommen. Die Siegquote von 1,35 auf Freiburg beweist, wie die Rollen verteilt sind.