Champions League Qualifikation: Graz braucht Aufholjagd gegen Fenerbahce

von Lars Blancke

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Die Ausgangslage vor dem Rückspiel der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation könnte für Sturm Graz kaum schwieriger sein.
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Sturm Graz muss 0:2 aufholen 

Der österreichische Vizemeister empfängt am Dienstag um 20.30 Uhr in der Grazer Merkur Arena Fenerbahçe und muss einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen. Die Türken haben sich in Istanbul eine komfortable Ausgangsposition verschafft: Anderson Talisca brachte Fenerbahçe bereits in der zehnten Minute in Führung, Mason Greenwood legte noch vor der Pause zum 2:0 nach. 

Sturm kam zwar phasenweise besser ins Spiel, insgesamt fehlte der Mannschaft aber die Durchschlagskraft. Fenerbahçe kontrollierte die Partie über weite Strecken und ließ nur wenig zu. Damit gehen die Gäste bei den Champions League Wett Tipps favorisiert in das Rückspiel. 

Beide Teams in Defensive stabil 

Für Sturm Graz spricht allerdings der Heimvorteil und die Tatsache, dass die Mannschaft in der bisherigen Qualifikation bereits gezeigt hat, dass sie deutlich gewinnen kann. Gegen Heart of Midlothian aus Schottland setzte sich Sturm in der zweiten Runde insgesamt mit 6:0 durch und startete in der österreichischen Bundesliga mit einem eher enttäuschenden 1:1 gegen die WSG Tirol. Zuletzt folgte ein 2:0 bei Hartberg.  

Fenerbahçe präsentiert sich ebenfalls stabil: Vor dem 2:0 gegen Sturm gab es in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Górnik Zabrze ein 1:0 und ein 1:1, dazu überzeugte die Mannschaft in der Vorbereitung mit deutlichen Siegen. Istanbul kassiert wenige Gegentore, weswegen wir davon ausgehen, dass sich die Gäste mit ihrem Vorsprung im Rücken erst einmal auf eine kompakte Defensive verlassen.  

In unserer Graz vs. Fenerbahce Prognose empfehlen wir eine Wette auf weniger als 2,5 Tore. Bei den Buchmachern wie Bet365 gibt es dafür aktuell eine Quote von 2,10. 

Fenerbahce mit besserer Offensive 

Sturm braucht vor allem offensiv eine völlig andere Vorstellung als im Hinspiel. Neuzugang Szymon Włodarczyk als klassischer Strafraumspieler kann für Präsenz sorgen. Er bekommt eine 3,40 für einen Treffer. Sturm wird allerdings nicht nur einen frühen Treffer benötigen, sondern über 90 Minuten die Balance halten müssen. Nur nach vorne spielen kann schnell nach hinten losgehen.  

Auf der anderen Seite besitzt Fenerbahçe die deutlich größere individuelle Qualität in der Offensive. Anderson Talisca hat bereits im Hinspiel gezeigt, wie gefährlich er aus zentralen Positionen sein kann. Der Brasilianer erzielte das wichtige 1:0 und gibt Fenerbahçe mit seiner Abschlussstärke zusätzliche Waffe. Seine Quote auf ein  Tor beträgt 2,25.  

Mason Greenwood steht ebenfalls im Mittelpunkt: Der Engländer traf bereits im Hinspiel und kann mit seiner Geschwindigkeit und seinem starken Abschluss jederzeit den entscheidenden Konter setzen. Er erhält bei den Buchmachern eine 2,02 für mindestens ein Tor. Dazu kommen Spieler wie Kerem Aktürkoğlu, der über die Außenbahnen für Tempo sorgt, und eine 2,50 bekommt für ein Tor.  

Genau diese offensive Qualität macht die Aufgabe für Sturm so kompliziert. Die Grazer müssen Tore erzwingen, dürfen Fenerbahçe aber keinesfalls zu einfachen Umschaltsituationen einladen. Je länger Sturm ohne Treffer bleibt, desto größer wird der Druck. Gleichzeitig reicht Fenerbahçe bereits ein eigenes Tor, um die Aufholjagd des Gegners praktisch zu beenden. Das macht Greenwood und Talisca zu den beiden Spielern, auf die Sturm besonders achten muss. Fenerbahçe wiederum dürfte darauf setzen, die Grazer mit zunehmender Spieldauer zu Fehlern zu zwingen.