Champions League: Leverkusen will die Revanche in Griechenland

von Manuel Behlert | von Sarah Bodensohn

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Bayer Leverkusen sinnt beim Auswärtsspiel in Piräus auf die Revanche. Die Leverkusener wollen nach der Pleite in der Ligaphase jetzt ein Zeichen setzen, wissen aber auch, dass das kein leichtes Unterfangen wird, weil der Gegner so heimstark ist.

Piräus-Ärger 2.0 für Bayer? 

In der UEFA Champions League sieht man sich dank des neuen Modus manchmal schneller wieder, als einem lieb ist. Für Olympiakos Piräus und Bayer Leverkusen gilt das vor dem Playoff-Duell. Die Werkself will versuchen, den Gegner aus Griechenland diesmal zu bezwingen, nachdem es in der Ligaphase eine Niederlage gegeben hat. Mit 0:2 musste sich die Werkself damals geschlagen geben, was natürlich nicht den eigenen Ambitionen entsprach. 

„Dieser Warnschuss, diese Erfahrung wird uns helfen, hellwach zu sein. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Lernfähigkeit und die Bereitschaft haben, das Spiel richtig anzugehen. Wir fahren dahin, um zu gewinnen“, sagte Simon Rolfes, der selbst lange Profi war, vor dem Bayer-Spiel in Griechenland. Und weiter: "Uns werden die gleiche Atmosphäre und die gleiche Art von Fußball erwarten. Das wird das Spiel des Jahres für sie sein.“

Interessant: Um die Konzentration auf die Partie hochzuhalten, schlüpfte Rolfes sogar in die Rolle der Spaßbremse. Einer ausgelassenen Karnevalsparty für die Profis nach dem jüngsten Ligasieg am Samstag gegen den FC St. Pauli (4:0) erteilte der 44-Jährige eine Absage. Leverkusen ist in Piräus auf jeden Fall in der Lage, ein sehr gutes Spiel zu absolvieren und hat das auch ganz klar vor. 

Aufgepasst vor Olympiakos 

Doch die Griechen sind nicht nur im heimischen Stadion stark, sondern insgesamt eine Mannschaft, auf die man sehr gut aufpassen muss. Ja, die letzten beiden Spiele wurden nicht gewonnen, aber aus den letzten sieben Spielen gab es vier Siege, nur zweimal verlor Olympiakos in 15 Partien zuletzt. Und in der Champions League startete man zwar schwach, aber vor allem nach der 3:4-Pleite gegen Real Madrid zeigte sich die Klasse der Mannschaft. 

Was man bei der Olympiakos vs. Leverkusen Prognose beachten muss: Die Griechen kassieren insgesamt zu viele Gegentore. Nicht in der Liga, hier steht man sehr stabil, aber in acht Spielen in der Königsklasse waren es 14 Gegentreffer, die man hinnehmen musste. Offensiv legte die Mannschaft eigentlich gute Zahlen hin, wenn man die gesamte Statistik dieser Saison betrachtet. Dann kommt Olympiakos nämlich auf einen Toreschnitt von etwa 2,0. In der Königsklasse waren es aber „nur“ zehn Treffer in acht Spielen. 

Torjäger im Fokus: Wer trifft in diesem Duell? 

Die Tipps für die UEFA Champions League ermöglichen den Wettfreunden eine immens große Vielfalt und laden dazu ein, sich wirklich komplett auszutoben. Es gibt mitunter sogar noch einmal größere Möglichkeiten als bei „normalen“ Ligaspielen. Sehr beliebt, gerade in der Champions League, sind Wetten auf einen bestimmten Torschützen. Das liegt irgendwo auch auf der Hand, denn im prestigeträchtigsten Wettbewerb der Saison wird kein Trainer auf seine Starspieler verzichten. 

Das ist auch in diesem Fall so. Und beide Mannschaften haben offensiv den ein oder anderen Hochkaräter im Team. Ein Spieler, der dabei besonders im Fokus steht, ist Ayoub El Kaabi, beim Afrika-Cup im Winter noch durch seine Vorliebe für Fallrückzieher aufgefallen. Er ist individuell ohne Zweifel der Spieler, der bei Piräus in der Offensive am meisten hervorsticht. Deswegen ist seine Quote für einen Treffer auch im Verhältnis recht gering und liegt zum Beispiel bei Bet365 bei 2,2. Andere Buchmacher sind da in einer ähnlichen Richtung unterwegs. 

Weil sich Olympiakos und Leverkusen rein von der Qualität her einigermaßen auf einem ähnlichen Level bewegen sind hier gar nicht so viele wahrscheinliche Torschützen angegeben bei den Buchmachern. Patrik Schick, die Leverkusener Nummer eins im Sturm, wird bei Bet365 noch mit einer Quote von 2,6 angesetzt. Sonst bewegt sich, wie bei Dany Gelson Martins, der schon dreimal im Wettbewerb netzte, die Quote stets bei 3,5 oder mehr. Dazu kommt, dass Bayer auch noch eine Reihe an Offensivspielern hat, die torgefährlich sein können und es nicht die zwei, drei üblichen Verdächtigen gibt.