French Open: Kann Zverev in Paris Favorit Sinner ärgern?
von Lars Blancke
Legendäres Turnier in Paris
Die French Open 2026 in Paris versprechen einmal mehr zwei intensive Tenniswochen auf der roten Asche von Roland Garros – dem Grand-Slam-Turnier, das als schwierigste Prüfung auf Sand ist. Kein anderer Major verlangt den Spielerinnen und Spielern körperlich, taktisch und mental so viel ab wie das traditionsreiche Turnier in der französischen Hauptstadt. Lange Ballwechsel, schwierige Platzbedingungen und die besondere Atmosphäre auf dem Court Philippe-Chatrier machen Paris jedes Jahr zu einem Gradmesser für Vielseitigkeit im Tennis.
Als einziger Grand Slam auf Sand besitzt Roland Garros eine Sonderstellung im Kalender und genießt historisch enorme Bedeutung. Die größte Legende des Turniers, Rafael Nadal, ist inzwischen nicht mehr dabei, sodass es neue Favoriten bei den French Open Wett Tipps gibt.
Sinner eilt allen anderen davon
Bei den Männern richtet sich der Blick vor allem auf Jannik Sinner. Der Italiener reist als Weltranglistenerster und in überragender Form nach Paris an und gilt nach der verletzungsbedingten Absage von Titelverteidiger Carlos Alcaraz als klarer Topfavorit. Besonders auf Sand hat Sinner in diesem Frühjahr Konstanz gezeigt und scheint bereit, erstmals Roland Garros zu gewinnen – ein Triumph, der seine Stellung an der Spitze des Herrentennis weiter festigen würde.
Sinner bekommt bei den Buchmachern wie Bet365 auch nur eine Quote von 1,27 auf den Turniersieg, was bemerkenswert wenig ist, und seine Ausnahmestellung nur unterstreicht.
Zverev zählt zu den ärgsten Rivalen
Hinter ihm zählt vor allem Alexander Zverev zum engsten Favoritenkreis. Der Deutsche gehört seit Jahren zu den konstant stärksten Spielern in Paris, erreicht regelmäßig die späten Turnierphasen und besitzt auf Sand die nötige Geduld sowie Stabilität, um den ganz großen Wurf zu schaffen.
Zverev spielte bereits am Sonntag seine erste Runde und zog souverän weiter. Mit dem Hamburger wird zu rechnen sein, auch wenn er in den direkten Duellen gegen Sinner immer das Nachsehen hatte und deutlich verlor. Für den Turniersieg bekommt Zverev bei Bet365 eine 11,00 und liegt damit auf Rang zwei des Rankings.
Diese Spieler können eine Rolle spielen
Auch der erfahrene Novak Djokovic (Quote 13,00) bleibt trotz wechselhafter Monate ein Faktor – schon allein wegen seiner Erfahrung in Grand-Slam-Turnieren und seiner Fähigkeit, sich im Laufe eines Majors zu steigern. Als Geheimfavoriten gilt außerdem der sandplatzstarke Casper Ruud (23,00).
Bei den Frauen wird es spannender
Im Frauenfeld erscheint die Ausgangslage deutlich offener und spannender. Zwar reist Aryna Sabalenka als Nummer eins der Welt nach Paris, doch auf Sand ist die Konkurrenz traditionell dichter zusammengerückt. Sabalenka bekommt deswegen auch eine 3,20 für den Turniersieg und hat direkte Konkurrenten.
Besonders Iga Świątek bleibt trotz schwankender Ergebnisse eine der größten Titelanwärterinnen. Die Polin hat in Paris bereits mehrfach triumphiert und besitzt auf diesem Belag ein außergewöhnliches Spielverständnis. Sie bekommt bei Bet365 eine 3,60 für den Turniersieg.
Ebenso stark einzuschätzen ist Elena Rybakina (Quote 8,50), die mit ihrer druckvollen Spielweise und starker Form in die Sandplatzsaison gegangen ist. Titelverteidigerin Coco Gauff darf ebenfalls nicht unterschätzt werden, zumal ihre Athletik und Defensivstärke auf Sand besonders zur Geltung kommen (Quote 7,50).
Gerade im Frauenfeld scheint 2026 vieles möglich – Überraschungen gehören in Roland Garros traditionell dazu. Die Fans können sich auf hochkarätiges Tennis und lange, intensive Spiele freuen.