Handball-EM: Deutschland will im Finale gegen Dänemark überraschen
von Lars Blancke | von Sarah Bodensohn
Dänemark auf dem Weg zum Triple
Um 18 Uhr erfolgt im dänischen Herning und dann wird die Halle nahezu komplett in rot gefärbt sein, wenn der Gastgeber und Top-Favorit Dänemark ein ganz spezielles Triple perfekt machen kann. Die Mannschaften um Welthandballer Mathias Gidsel ist der amtierende Olympiasieger, sie ist der amtierende Weltmeister und will sich nun auch zum ersten Mal seit 2012 zum Europameister krönen. Klar, dass die Handball-Macht Dänemark bei ihrem Heimspiel auch als klarer Favorit bei den Handball EM Wett Tipps in dieses Endspiel geht.
Deutschland spielt ganz starkes Turnier
Die deutsche Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason spielt allerdings auch ein ganz starkes Turnier und hat sich immer mehr gesteigert. Nach einer durchwachsenen Vorrunde, in der es gegen Serbien eine von zwei Niederlagen während dieser EM gab und bei der das Weiterkommen lange auf der Kippe stand, fand das Team um Juri Knorr und Johannes Golla immer besser in Form.
Durch Todesgruppe gekämpft
In der Hauptrunde stand für die deutsche Mannschaft die so genannte Todesgruppe an, in der nur große Namen warteten. Deutschland aber behielt die Nerven, bezwang zunächst Portugal und dann Co-Gastgeber Norwegen. Im dritten Hauptrundenspiel kam es dann schon zu einem ersten Vergleich mit Dänemark und Deutschland musste bei der 26:31-Niederlage anerkennen, dass die Skandinavier zu stark waren. Davon ließ sich die Mannschaft dennoch nicht beeindrucken, zeigte gegen den amtierenden Europameister Frankreich eine ihrer stärksten Leistungen der vergangenen Jahre und zog durch den 38:34-Sieg in das Halbfinale ein. Dort setzte das Team von Gislason, dass im gesamten Turnier schon von den überragenden Leistungen von Torhüter Andreas Wolff profitierte, seinen Lauf fort und ließ auch Kroatien beim 31:28 letztlich kaum eine Chance.
Dänemark erholt sich von Rückschlag
Die Dänen kassierten bereits in der Vorrunde ihren überraschenden Rückschlag. Gegen Portugal gab es eine Niederlage, die so keiner erwartet hatte, und die dazu führte, dass Dänemark mit null Punkten in die Hauptrunde einzog. Dort aber drehte das Team von Welthandballer Gidsel komplett auf und gewann alle vier Spiele gegen große Namen. Im Halbfinale am Freitag wartete dann Island. Der Nachbar wehrte sich zwar tapfer, Dänemark aber zog durch das 31:28 verdient in das Endspiel weiter.
Direkter Vergleich spricht für Dänemark
Nicht nur die Niederlage während dieser EM, auch der direkte Vergleich der vergangenen Jahre darf den deutschen Fans nicht so viel Hoffnung auf eine Sensation machen. Seit der EM 2016 warten die deutschen Handballer auf einen Sieg in einem Pflichtspiel gegen Dänemark und kassierten in dieser Zeit teilweise sehr deutliche Klatschen. Im Olympia-Finale 2024 setzte es in Frankreich eine 26:39-Niederlage. Im WM-Duell vor einem Jahr war Deutschland beim 30:40 ebenfalls chancenlos.
Dänemark bei Buchmachern klar vorne
Wenig überraschend sehen die Buchmacher den Favoriten aus Dänemark ganz klar vorn, bei Bet365 gibt es aktuell nur eine Quote von 1,13 auf den Sieg der Skandinaver. Deutlich spannender könnte da das Wetten auf viele Tore werden. Aktuell gibt es eine Quote von 1,87 auf mehr als 60,5 Treffer in der Partie. Bei den oben genannten letzten Duellen bei großen Turnieren sind 65 und 70 Tore gefallen. In der Hauptrunde waren es allerdings nur 57. Klar ist auch, dass in einem Finale intensiv verteidigt wird, aber eine Wette auf mehr 60,5 Treffer dürfte eine gute Wahl für dieses Endspiel sein.