DFB-Team mit zweitem Streich gegen die Elfenbeinküste?

von Manuel Behlert | von Sarah Bodensohn

image DFB-Team mit zweitem Streich gegen die Elfenbeinküste?
Die deutsche Nationalmannschaft feierte einen Sieg im ersten Spiel der WM gegen Curacao. Mit 7:1 wurde der Gegner vom Feld gefegt. Jetzt folgt Spiel zwei gegen die Elfenbeinküste. Und das wird deutlich intensiver, da kann sich die deutsche Elf drauf einstellen.

Härtetest gegen die Elfenbeinküste

Für die deutsche Mannschaft steht jetzt nach dem 7:1 gegen Curacao der erste richtige Härtetest auf dem Programm. Am Samstagabend geht es gegen die Elfenbeinküste. Das ZDF überträgt das Spiel am Samstag (ab 22 Uhr) live im Free-TV und im Stream, auch Magenta TV wird das Spiel zeigen. 

Ihr zweites Spiel der WM bestreitet die DFB-Auswahl im Toronto Stadium in Toronto. Rund 40.000 Zuschauer finden im Stadion Platz, das 2007 fertiggestellt wurde. Es ist das zweite Spiel in Kanada für die deutsche Mannschaft nach 1994. 

Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay leitet das zweite Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste. Unterstützt wird der 43 Jahre alte FIFA-Referee von seinen Landsleuten Eduardo Cardozo und Milciades Saldivar an den Seitenlinien. 

Das sind die Rahmenbedingungen für diesen Test, der durchaus deutlich intensiver wird als das Spiel gegen Curacao. In unserer Deutschland - Elfenbeinküste Prognose gehen wir davon aus, dass es auf beiden Seiten Tore geben wird.

Kommt es erneut zu einem Patzer in Spiel zwei? 

Traumstart und dann direkt mit einem zweiten Sieg nachlegen - das ist natürlich der klare Plan für das Twam von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Das gab es aber bisher nicht so häufig zu sehen. Bei Weltmeisterschaften hatte Deutschland vor dem 7:1 gegen Curacao bereits zwölfmal die erste Partie in der Gruppenphase gewonnen, danach aber nur viermal sofort nachlegen können. 

Für Deutschland geht es jetzt also darum, sich einen Patzer zu sparen und weiter im Flow zu bleiben. Damit das gelingt, muss der Bundestrainer die die Dinge bauen, die schon im ersten Spiel gut funktionierten. Heißt: Es geht darum, sich offensiv sehr viel zu bewegen und immer wieder Räume zu schaffen. 

Worauf die DFB-Elf aufpassen muss 

Hinzu kommt, dass eine Kontrolle der Gegenangriffe der Ivorer von essenzieller Bedeutung ist. Seien es Bazoumana Toure und Yan Diomande, das Duo aus der Bundesliga, oder Amad Diallo, der im ersten Spiel als Joker traf: Die Geschwindigkeit bei den Ivorern ist immens hoch. Und ein Joshua Kimmich auf der rechten Seite, der gerne ins Zentrum zieht, ist da vielleicht anfällig. 

Es wird ein Duell, bei dem die deutsche Auswahl sehr gut aufpassen muss, wie sie verteidigt. Das hohe Risiko wie es gegen Curacao möglich war, weil nicht sofort die Gefahr der Bestrafung folgte, ist so natürlich nicht möglich. 

Im Fokus stehen könnte auch Torhüter Manuel Neuer. Auf ihn wird es auf jeden Fall auch ankommen, er wird mehr zu tun bekommen. Und das auch mit einem gewissen Wehmut. "Für mich steht es im Prinzip fest, dass es mein letztes Turnier ist. Ich habe jetzt nicht vor, in zwei Jahren bei einer Europameisterschaft zwischen den Pfosten zu stehen", sagte der 40-Jährige in Winston-Salem, dem Lager der deutschen Auswahl. 

Gleiche Elf, andere Rollen? 

Personell dürfte es eigentlich nicht viel Grund zum Wechseln geben. Im ersten Spiel haben die Spieler der deutschen Auswahl weitgehend überzeugt. Leroy Sane fiel ein wenig ab, könnte jetzt aber aufgrund eines besonderen Umstandes wichtig werden. Und der wurde schon angesprochen. Die Ivorer spielen nämlich gerne und gut über die eigenen Flügel. 

Und hier könnte Sane, wie auch im Training der deutschen Mannschaft von ausprobiert wurde, nach hinten gehen und dadurch aus einer Viererkette eine Fünferkette machen. Er kann das Tempo von Toure oder Amad mitgehen, Kimmich nicht. Und das ist ein Vorteil.

Brown auf der linken Seite ist auf jeden Fall in der Lage, gegen Diomande mitzugehen. Das ist ebenfalls von Vorteil. Nach vorne gibt es mit Spielern wie Wirtz, Musiala und co. immer Möglichkeiten, Dinge zu kreieren. 

Klar ist, dass die deutsche Mannschaft jetzt einen deutlich härteren Gegner hat, aber natürlich aufgrund der individuellen Klasse und der Turniererfahrung als Favorit in das Spiel geht. Diese Rolle nicht nur anzunehmen, sondern auch auf dem Platz zu bestätigen, ist jetzt das A und O.